28.06.2007
Mit Flöhen müssen Tierbesitzer ganzjährig rechnen


Flöhe gehören zu den häufigsten Parasiten auf Hunden und Katzen und spielen auch beim Menschen eine wichtige Rolle. Sie gehören zu den Insekten, haben in der Entwicklungsgeschichte jedoch ihre Flügel verloren und besitzen stattdessen Sprungbeine, mit denen sie bis zu 50 Zentimeter weit springen können. Die Nahrung besteht beim erwachsenen Floh aus Blut, das mittels stechend-saugender Mundwerkzeuge aufgenommen wird.
Die häufigste Flohart bei Hund und Katze ist der „Katzenfloh“. Aber auch Hunde-, Igel-, Menschen-, Kaninchen- und Vogelflöhe sind Hunden und Katzen zu finden.

Katzenflöhe haben einen relativ komplizierten Entwicklungszyklus, bei dem sich aus den Eiern, die ein erwachsenes Weibchen legt, über drei Larven- und ein Puppenstadium ein erwachsener Floh entwickelt, welcher bereits 24 Stunden nach der ersten Blutmahlzeit mit der Ablage von Eiern beginnen kann. Ein einzelner weiblicher Floh kann in seiner Lebenszeit 2.000 Eier ablegen. Unter optimalen Bedingungen, d.h. bei 20 bis 30 Grad und  50 bis 90 Prozent Luftfeuchtigkeit, dauert die Entwicklung vom Ei zum ausgewachsenen Floh nur elf Tage, so dass nach kürzester Zeit aus einem einzelnen Floh eine Millionenstadt entstehen kann.

Unter natürlichen Bedingungen ist die Vermehrung der Flöhe im Winter stark eingeschränkt. Kein Entwicklungsstadium überlebt Temperaturen unter drei Grad über drei Tage.

In gut isolierten Wohnungen und Häusern finden die Flöhe jedoch optimale Lebensbedingungen und da unsere Hunde und Katzen im Winter die meiste Zeit im Haus verbringen, können sich die Flöhe das ganze Jahr hindurch vermehren, so dass sich „Flöhe“ von einem saisonalen zu einem ganzjährigen Problem entwickelt haben. Zur Flohprophylaxe und Flohbekämpfung gibt es Halsbänder, Shampoos, Sprühautomaten und so genannte Spot-on-Präparate, die auf die Haut aufgebracht werden, wobei man bedenken muss, dass bei vorhandenem Flohbefall sich nur fünf Prozent der Flohbevölkerung auf dem Wirt – also dem Haustier – befinden, während sich 95 Prozent in Form von Eiern, Larven, und Puppen auf Decken, Teppichen, im Liegebereich des Tieres und im Rest der Wohnung aufhalten. Das heißt, dass eine Behandlung der Umgebung genauso wichtig ist, wie die Behandlung des befallenen Tieres.


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