Erfolgsgeschichten vermittelter Tiere

Hier finden Sie die Erfolgsgeschichten unserer glücklich vermittelten Tiere, alphabetisch nach dem alten bzw. neuen Namen des Tieres sortiert. Klicken Sie einfach auf einen Buchstaben oder für die komplette Übersicht auf alle.

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B:
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Bibi
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Blacky
Bolle
Bolle
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Buffy & Spike
Bürger + Lars + Dietrich
 
Ben Briese
Liebe Menschen vom Berliner Tierheim, ich, der Ben melde mich wie jedes Jahr um diese Zeit, diesmal einige wenige Wochen verspätet – doch, so sehr ich auch sauer auf mein Frauchen war – sie hatte keine Zeit für einen „Jahresbericht“, es wäre sonst auf Kosten meiner täglichen Waldspaziergangszeit gegangen. Seit dem letzten Jahr ist wieder viel Neues in meinem Hundeleben passiert.

Über Silvester 06/ 07 war ich mit Frauchen und ihrer bzw. unserer Urlaubsfreundin im Schnee in Österreich. Gut, dass das Wetter nicht für die beiden zum Skilaufen taugte. Dafür hatte ich wunderbare Ausflüge in die Berge und tollte über die weißen Wiesen. Nur die verflixte Knallerei mochte ich nicht, und heute hat es auch schon wieder dauernd geböllert – scheußlich! Aber wir haben hier zuhause einen fensterlosen Flur, wohin ich flüchte, wenn es mir zu laut wird. Und fensterlose, noch ruhigere Bäder.

Aber weiter durch das Jahr. Nachdem alles gut angefangen hatte, hatte Frauchen im März einen Bandscheibenvorfall und ich zwei schwere Wochen, weil sie nur kurze Spaziergänge schaffte. Aber dafür war sie immer hier! Ich bin in so schwierigen Situationen sehr liebevoll, schmuse viel, freue mich über „Futter verstecken“ in der Wohnung oder darüber, dass meine Tagesration in einen Ball gefüllt wird und ich sie heraustrudeln muss. Das geht schon mal als Ersatz. Aber bis auf einen kleinen „Rückfall“ Anfang Juni ging alles schnell wieder normal weiter, im Mai durfte ich schon wieder am Rad laufen, weil Frauchen Radfahren erlaubt wurde und unserem Wanderurlaub in Slowenien, 3 Wochen in den Bergen, stand auch nichts im Weg. Puh, war die Autofahrt anstrengend. Fünf oder sechs Stunden geht ja, aber 10 – scheußlich. Wir fahren aber immer schon nachts los, damit es für mich nicht so schlimm wird in der Sommerhitze. Das schönste war, dass ich jeden Tag in einem Bergbach, Fluss oder See baden durfte, oft viele Stunden lang. Das ist noch immer das Allerbeste auf der Welt.
Auch Wasserfälle sind toll und ich bade dort gern, kalkuliere aber die Situation so, dass mir nie eine Gefahr droht.
Auch stundenlange Bergwanderungen finde ich klasse. Aber abends möchte ich dann bitte meine Ruhe!

Schön abwechslungsreich waren auch die Reste von den Riesen-Fleischportionen, die es einige Male für mich gab.
Ja, dann brachte der Sommer noch eine Woche mit der 7-jährigen Enkeltochter zusammen auf unserer Lieblingsinsel Amrum. Wir haben Fahrräder gemietet, sind aber auch Stunden am Strand gewesen, kein Tag ohne ausgiebiges Bad.
Die kleine Emma, die jetzt genauso viele Jahre alt ist wie ich, beide werden wir im Frühjahr 8, mag ich sehr. Sie darf mir Leine und Halti anlegen, mich streicheln, mit mir spielen und ich höre auch auf sie. Aber auf Frauchen höre ich besser! Die ist ziemlich penetrant und zwingt mich mit klaren Worten dazu, dass ich mache, was sie will.

Wir mussten vor einigen Wochen zum Tierarzt. Ich hatte im Wald einen Knochen gefunden und heimlich gefressen. Dazu benötigte ich nur so knapp 3-4 Minuten und Frauchen war vorgegangen, hatte dann gewartet, war zurückgekommen und da erschien ich schon wieder – sie hat nichts gemerkt. Am nächsten Tag hatte ich keinen Appetit, aber das ist ja nun nicht so schlimm – aber noch einen Tag später ging es mir soooo schlecht. Ich habe mich vormittags ganz oft übergeben und lauter Knochensplitter, Schleim und Blut gebrochen. Mittags sind wir sofort zum Tierarzt gefahren, und der war genauso besorgt wie Frauchen. Dort steige ich ja immer selbst auf den Tisch und lasse alle mit mir geschehen – nicht ohne vorher im Wartezimmer, wenn ich die Ärzte höre, mal ein wenig zu schimpfen.
Aber rein ins Sprechzimmer, rauf auf den Tisch und dann lieb sein – das klappt. Beim Röntgen sollte ich mich hinlegen – mache ich natürlich! Und wenn Frauchen dann an meine Schulter tippt und „Seite“ sagt, kippe ich gleich um. Na, dass hat dem Arzt gefallen!
Er denkt, kleine Frauen und große Hunde klappt nicht – wir sind der Gegenbeweis!

Ja, ich hatte da noch ein paar Splitter im Darm, aber die kamen gefahrlos raus und der Magen wurde mit Spritzen kuriert. Bloß der Hunger! Zwei Tage nur Tee, dass war hart! Aber nun bin ich wieder so fit, wie es typisch für mich ist. Ich bin robust und gesund und habe ganz viele Muskeln vom Laufen, Schwimmen, Ball holen, Stöcke – ach – Riesenhölzer tragen und Toben mit anderen Hunden. Aber ein wenig nehme ich auf mein Alter schon Rücksicht – bei Regen mag ich nicht so gern lange raus, Kälte und Schnee dagegen liebe ich. Ist mir beides lieber als Sommerhitze. Ganz kaltes Wasser mag ich nicht mehr so. Wir waren jetzt über Weihnachten wieder eine Woche auf Amrum und im Gegensatz zu den anderen Jahren bin ich nur noch mit den Beinen im Wasser rumgelaufen und gar nicht hinter Enten und so hergeschwommen. Und als es stürmte, habe ich mich mit meinem Ball immer wieder hinter Dünen versteckt, bis Frauchen endlich bereit war umzudrehen.

Unseren Kater hatten wir auch mit in der Ferienwohnung, wir haben uns toll verstanden. Es war ja viel enger als zuhause, aber wenn wir vom Strand kamen, wollte ich schlafen und habe ihn in Ruhe gelassen. Ich musste ihn ja auch nicht dauernd beschnuppern, weil er drinnen bleiben musste und nicht so interessant roch.
Was war sonst noch? Ein Wochenende an meiner geliebten Ostsee, schöne Spaziergänge mal an der Oder, mal beim Pilze suchen im Herbst – da ich so gern im Wald bin und Frauchen nicht von der Seite weiche, ist das sehr erholsam.
Ja, dann habe ich eine Menge neuer Leute, darunter auch ganz kleine Babys, kennen gelernt.
Gerade waren wir mit drei Menschen spazieren, die mich vorher nicht „persönlich“ kannten - und alle sind des Lobes voll – weil ich so toll aussehe, weil ich so gute Laune habe und so freundlich bin, weil ich so gut höre.

“Naja“, sagt Frauchen dann immer, „so muss es sein, wenn Mensch und Hund es miteinander gut haben wollen.“
Hier in unserem Haus und rundrum kenne ich inzwischen alle und alle mich und auch wenn ich mal jemand Fremden anbelle, missversteht das niemand mehr. Nur die eine Frau, die erst kürzlich einzog und auch erzählt, dass sie Angst vor Hunden hat – die habe ich mir ausgeguckt, aber ich komme nicht zum Zuge – ich würde so gerne mal bis zu ihr rangehen – und dann wüsste ich nicht weiter. Frauchen sagt, ich sei ein „Großmaul“ und klappert scheußlich mit den Schellen – da vergeht mir alles. Aber sie sagt auch „Schmusebär“, „zärtlicher Freund“ und andere so nette Sachen zu mir, und überhaupt habe ich es gut getroffen.
Ich bin ein richtig glücklicher Hund und so soll es auch bleiben.
Sicher gibt es nächstes Jahr wieder viel Schönes in meinem Hundeleben.

Euer Ben Briese











 



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