Tierschutzverein baut Hunderehazentrum
Derzeit herrscht wieder rege Betriebsamkeit auf dem Tierheimgelände, große Lkw bringen Baustoffe, Bagger graben sich in die Erde, die Fundamente werden gelegt. Die Bauarbeiten für das neue Hunderehazentrum sind seit 11. Oktober in vollem Gange. Der Bedarf ist immens, kaum ein Tag verging, an dem nicht mindestens 300 Hunde im Tierheim betreut werden müssen. Viele der Vierbeiner sind älter, krank oder verstört und benötigen intensive Zuwendung und Beschäftigung, um eine Chance auf Vermittlung zu erhalten.
Diese Möglichkeiten wird der neue Hundekomplex bieten. Viele Hoffnungen verbinden sich mit dem Neubau. Zeigt doch die positive Vermittlungsbilanz des Seniorenkatzenvermittlungshauses, dass der Aufwand sich lohnt und sich die Chancen für die Tiere verbessern. Das Haus wird in drei Bereiche unterteilt: Für die Reha- und Seniorenhunde wird es eigene Räumlichkeiten geben, ein Laufband sowie ein Unterwasserlaufband können dann für gezielte Physiotherapie eingesetzt werden. Den Hunden stehen zwölf große Gehege mit noch größeren Ausläufen zur Verfügung, die über energiesparende Schleusen erreicht werden. An die Außengehege schließt sich ein weitläufiges Areal von mehreren Hundert Quadratmetern an, das natürlich mit Rasen, Hügeln, Tunneln, Wasserbecken und Sonnensegeln gestaltet ist.
Ein Bereich ist für die Gruppenhaltung vorgesehen, hier sind insgesamt sechs Stuben für jeweils bis zu sechs Hunde angelegt. Die Gruppenstuben werden mit fest installierten Möbeln und Sitzflächen ausgestattet. Für die Fütterung können die Stuben in einzelne Abteilungen gegliedert werden. Zwei Eingänge führen in die Ausläufe, die wieder in ein großes natürliches Auslaufareal von mehreren Hundert Quadratmetern münden. Die Ausläufe werden mit Gabiolenwänden als Sichtschutz für die Hunde abgetrennt. Da gerade das Verhalten in der Gruppe viel Beobachtung erfordert, kann das Personal das Areal über diese Wände hinweg überblicken. Gerade für die Hunde, die sehr lange im Tierheim leben, und für vereinsamte Hunde bietet die Gruppenhaltung große Chancen auf ein erfüllteres Leben.
Der dritte Bereich wird als Trainingszentrum gebaut, hier gibt es zwölf größere Einzelstuben mit großen Ausläufen ähnlich den anderen Häusern. Dieser Bereich wird für Besucher geschlossen bleiben, um hier in Ruhe und ohne Ablenkung mit den Tieren arbeiten und sie auf ihre Vermittlung vorbereiten zu können. Der Innenhof ist in drei Trainingsplätze unterteilt, die mit Sicht-, Regen- und Sonnenschutz ausgerüstet sind.
Der Rohbau mit Dach wurde im März fertig gestellt, seit März ist der Innenausbau in vollem Gange. Der Neubau wird im Stil der Exotenauffangstation in Steinoptik gehalten sein. Die Fertigstellung ist für den 10. September 2011 geplant. Dieser Neubau wird ausschließlich aus Spenden, Schenkungen und Erbschaften finanziert. Deshalb die Bitte: helfen Sie den Tierheim-Hunden mit einer Spende!
Kasten:
So hilft Ihre Spende
50 € Helfen Sie einen Quadratmeter Frei- und Tobefläche zu gestalten
100 € Ihre großzügige Spende sorgt dafür, dass jedes Tier sein kuscheliges Körbchen und Spielzeug bekommt
200 € Werden Sie Bausteinpate im neuen Hunde-Reha-Center. Jeder Baustein hilft.
Für Bausteinpaten ist eine Spenderwand im Atrium des Neubaus geplant. Wenn Sie mindestens fünf Bausteine gespendet haben – dies kann über einen Zeitraum angespart werden - und dort namentlich verewigt werden möchten, wenden Sie sich bitte an Angelika Berger, Tel. (030) 76 888 190 oder angelika.berger@tierschutz-berlin.de
Für Großspender zusätzlich: Die Spur der Förderer mit im Boden eingelassenen Erinnerungssteinen mit einem tierischen Pfotenabdruck.










