21.03.2018

TVB fordert: Tierversuche an Nachtigallen verbieten!

Der Senat will Nachtigallen-Versuche einer Forscherin unterstützen, die es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Das ist ein Fehler. Wissenschaft muss transparent sein und Forscher müssen in jeder Hinsicht korrekt arbeiten. Hier war das Gegenteil der Fall.

Die Vorgeschichte: Eine Wissenschaftlerin plant einen Tierversuch, bei dem Nachtigallen Sonden ins Gehirn implantiert werden sollen. So will sie über den Gesang der Nachtigallen Erkenntnisse über menschlichen Autismus gewinnen. Das will die EU mit 1,5 Millionen Euro fördern. Über Sinn und Unsinn derartiger Versuche befinden ausschließlich Forscher, deren Arbeitsplatz und Karriere von solchen Versuchen abhängt.

Die Nachtigallen-Forscherin hatte den Umweltsenat darüber getäuscht, dass ihr Tierversuch von der zuständigen Behörde nicht genehmigt worden war. Als sie daraufhin eine Ablehnung seitens des Umweltsenats erhielt, mobilisierte sie die Presse. Auch den Journalisten teilte sie nur mit, was ihren Interessen diente, und so entstand in den Medien das Bild einer Verwaltungs-Provinzposse.

Eine Wissenschaftlerin, die den Senat täuscht und behördliche Auflagen umgeht, ist unglaubwürdig. Ein solches Verhalten stellt auch ihre wissenschaftliche Expertise infrage. Es ist das falsche Signal, dass sich der Wissenschaftssenat am Ende durchzusetzen scheint und das Fehlverhalten dieser "Forscherin" am Ende mit einer Genehmigung belohnt werden soll.
Der Tierschutzverein für Berlin lehnt derartige Tierversuche strikt ab. Wir fordern den Senat auf, keine Genehmigung für den Nachtigallen-Versuch zu erteilen und stattdessen stärker auf tierversuchsfreie Forschungsmethoden zu setzen. Durch Ersatzmethoden werden grausame Tierversuche überflüssig.

Mehr über den aktuellen Stand der Forschung an Ersatzmethoden erfahren Sie auch am 24. April 2018 um 19:30 Uhr in der Urania Berlin bei der spannenden Podiumsdiskussion "Forschung ohne Tierversuche">. Renommierte Wissenschaftler stellen innovative Alternativforschungen vor und berichtigen über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet.


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