02.12.2017

Tipps für tierisch entspannte Feiertage

Lametta und Kerzen, Raketen und Böller: Weihnachten und Silvester machen den Winter für Menschen besonders schön. Für Haustiere können die Festtage allerdings aus genau diesen Gründen gefährlich werden. Wenn man aber ein paar Hinweise beachtet, werden die Feiertage für Zwei- und Vierbeiner schön und entspannt. Der Tierschutzverein für Berlin (TVB) hat die wichtigsten Hinweise zusammengestellt.


Umgang mit Feuer
Wichtig ist, dass Katzen oder Hunde nie mit brennenden Kerzen allein sind, sei es auch nur für Momente. Die Gefahr, dass die Tiere sich verletzen oder einen Brand verursachen, ist groß. Kerzen an Adventskränzen sollten immer ausgeblasen, Kerzen am Baum am besten durch Lichterketten ersetzt werden.


Weihnachtsbaum und Weihnachtsstern
Vor allem Katzen könnten auf die Idee kommen, am Weihnachtsbaum hinaufzuklettern, daher sollte er gut befestigt werden, damit er nicht umkippen kann. Ideal ist, wenn der Baum vor dem Schmücken schon einige Tage im Zimmer stehen kann, damit die Tiere sich an ihn gewöhnen. Vor allem Katzen mögen den Geruch von Zitrusfrüchten nicht. Vielleicht helfen ein paar in den Baum gehängte Zitronen- oder Orangenscheiben, ihnen das spannende Grün etwas unattraktiver zu machen.

Dann sollten Weihnachtsbäume besser mit Strohsternen als mit Glaskugeln geschmückt werden. Wenn Glaskugeln herunterfallen, drohen durch Splitter schlimme Verletzungen. Gut ist auch, wenn mit dem Schmücken des Baums erst ein Stück über dem Boden begonnen wird, damit Katzen durch schaukelnde Deko nicht zum Fangen animiert werden. Vor allem Lametta und Weihnachtsgirlanden laden Spielen ein. Sollte ein Vierbeiner sie doch erwischen und verschlucken, muss unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden. Nur er kann einschätzen, wie man den Vierbeiner am besten davon befreit.
Neben dem Weihnachtsbaum lauern auch bei Mistelzweigen, Amaryllis, Stechpalmen und Weihnachtssternen Gefahren: Alle sind giftig und führen bei Menschen und Haustieren zu Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Sie sollten unbedingt so aufgestellt werden, dass Hunde oder Katzen sie nicht erreichen können.


Süßigkeiten und Speisereste
Süßes gehört zu Weihnachten einfach dazu. Doch Vorsicht: Schokolade und Rosinen sind giftig, der Verzehr kann für die Vierbeiner tödlich sein oder zumindest zu chronischen Nierenschäden führen. Wichtig ist auch, Kindern zu erklären, dass sie ihre Naschereien nicht mit den Haustieren teilen dürfen.
Auch bei großen Festmahlen mit der Familie sollte darauf geachtet werden, dass Hund oder Katze nicht unbeaufsichtigt an Speisereste gelangen können. Gewürzte und fette Speisen sind ungesund für unsere Haustiere. Splitternde Knochen oder Fischgräten können außerdem Verletzungsrisiken bergen.

„Es ist unsere Aufgabe als Halter, unsere tierischen Mitbewohner sicher durch die Feiertage zu bringen“, sagt Ines Krüger, 1. Vorsitzende des TVB. „Wer aber diese Tipps beherzigt, kann schöne und entspannte Feiertage erleben.


Silvester
Für viele Menschen bedeutet Feuerwerk Spaß, für Tiere dagegen Stress. Der Krach ist besonders für Hunde und Katzen belastend, da sie ein wesentlich feineres Gehör haben als Menschen. Bei vielen Vierbeinern löst die Knallerei sogar Panik aus. Deshalb sollten Hunde in bewohnten Gebieten auch schon einige Tage vor Silvester nur noch angeleint ausgeführt werden, denn verfrühte Kracher könnten sie in panischem Schrecken davonlaufen lassen.
Am Silvesterabend selbst sollten Türen und Fenster geschlossen und gegebenenfalls Rollos heruntergelassen werden, um Lärm und Blitze ein wenig zu dämpfen. Katzen mit Freigang bleiben am Silvesterabend unbedingt im Haus. Idealerweise wird ein ruhiger Platz in einem Raum geschaffen, der nicht direkt zur Straßenseite liegt.
Beruhigungsmittel sollten nur in Absprache mit dem Tierarzt verabreicht werden. Meist reicht es, wenn eine vertraute Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und ihnen Sicherheit vermittelt. Hilfreich ist, gewohnte Spielrituale und übliche Tagesroutinen einzuhalten.


„Generell sollte sich jeder fragen, ob es sinnvoll ist, viel Geld für ein scheinbares Vergnügen auszugeben“, gibt Krüger zu bedenken. „Jedes Jahr werden Millionen verpulvert. Wir raten das eingeplante Geld nicht komplett in die Luft zu schießen, sondern sinnvollen Zwecke und Einrichtungen, beispielsweise dem Tierheim Berlin zu spenden.“


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