19.10.2016

Tierschutzverein protestierte heute Vormittag gegen Abbau des Taubenschlags

Der Tierschutzverein für Berlin protestierte am heutigen Dienstag vor dem Renzo Piano Haus am Potsdamer Platz gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund und dem Tierschutzbeauftragten des Landes Berlin, Prof. Spielmann, gegen das Vorgehen des neuen ausländischen Investors am Potsdamer Platz, der den betreuten Taubenschlag noch in dieser Woche schließen und abbauen will. Berlin verliert somit ein wissenschaftlich fundiertes Vorzeigeprojekt des Tier- und Umweltschutzes. Der TVB hat alle juristischen Mittel in die Wege geleitet, dieses Vorgehen per einstweiliger Verfügung zu stoppen und ist in erster Instanz damit gescheitert.  

Die Begründung des Landgerichts, ein Anspruch unter dem Gesichtspunkt des Tierschutzes bestehe nicht, widerspiegelt die Ignoranz deutscher Gerichte für das Staatsziel Tierschutz. Wieder einmal unterliegt der im Grundgesetz verankerte Tierschutz wirtschaftlichen Interessen. Der TVB hat gegen dieses Urteil Beschwerde eingelegt.  

"Die hier seit vier Jahren angesiedelten und von uns betreuten Tiere werden nunmehr von heute auf morgen obdachlos. Dies bedeutet, gerade vor der beginnenden Wintersaison, dass besonders ältere oder auch Jungtiere die bevorstehenden Monate nicht überleben werden. Dieses Vorgehen werden wir nicht dulden" so Ines Krüger, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Vor dem Gebäude des Investors wurde symbolisch der in drei Monaten anfallende Taubendreck in Müllsäcken angehäuft. Dieser landet, sollte das Taubenhaus tatsächlich abgebaut werden, demnächst wieder auf den umliegenden Plätzen und Gebäuden. Pro Jahr entsorgt der TVB etwa 1,5 Tonnen tierische Hinterlassenschaften und sorgt außerdem durch Austausch der Gelege mit Gipseiern für eine tierschutzgerechte Regulierung der Populaton.  


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