26.04.2017

Tierschutzverein für Berlin ruft zur Demonstration für Wildtierverbot in Zirkussen auf

Elefanten im Zirkus (Foto: Deutscher Tierschutzbund)

Der Tierschutzverein für Berlin (TVB) beteiligt sich am Freitag, 28. April 2017, an einer großen Demonstration gegen das Leid von Wildtieren in Zirkussen und lädt alle Interessierten ein, den Protest zu unterstützen. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr am Eingang zum Zentralen Festplatz, Kurt-Schumacher-Damm 207, Bezirk Mitte (Ortsteil Wedding). Das Motto der Demonstration lautet: „Freiheit statt Zirkuszelt“

 

Anlass ist ein Gastspiel des Circus Voyage, der ab dem 28. April für einen Monat auf dem Zentralen Festplatz steht. Er wirbt damit, „Europas größter reisender Zoo“ zu sein. Wiederholt starben in diesem Zirkus Tiere an den Folgen nichtartgerechter Haltung, vor fünf Jahren zum Beispiel nach jahrelangem Martyrium Elefantenkuh Mausi.  „Wildtiere im Zirkus sind Tierquälerei“, so Ines Krüger, 1. Vorsitzende des TVB. „Die Ausbildung, die die Tiere für die Kunststücke durchlaufen müssen, ist tierfeindlich und von Gewalt geprägt. Glaubt wirklich jemand, Elefanten würden freiwillig Kopfstand machen? Diese Tierqual zur Belustigung von uns Menschen muss endlich der Vergangenheit angehören!“ Auch können reisende Zirkusunternehmen die Anforderungen an eine artgerechte Haltung der Tiere nicht erfüllen. Wie will man Flusspferd, afrikanische Elefanten und Giraffen – die größten Landsäugetiere der Welt – ihrer Art entsprechend halten können?“ Der TVB appelliert deshalb an die Vernunft der Berlinerinnen und Berliner und bittet sie, den Zirkus nicht zu besuchen.

Gerade Wildtiere stellen besonders hohe Ansprüche an Unterbringung, Betreuung und Ernährung. Umso mehr, als dass sie durch häufige Ortswechsel zusätzlichem Stress ausgesetzt sind. „Solange Zirkusunternehmen wie Voyage nicht umdenken und freiwillig auf die Haltung von Wildtieren verzichten, muss die Politik eingreifen und die Haltung verbieten“, so Krüger weiter. „Der Bundesrat hat sich schon im Jahr 2016 zum dritten Mal mehrheitlich für ein Wildtierverbot in Zirkussen ausgesprochen.“ In anderen europäischen Ländern ist Zirkussen das Mitführen von Wildtieren längst verboten, zum Beispiel in Österreich und Belgien.

 

Der TVB fordert von der Berliner Politik daher dringend, sich an ihr Versprechen im Koalitionsvertrag zu erinnern: die Vergabe öffentlicher Flächen an Zirkusse nur stattfinden zu lassen, wenn die artgerechte Tierhaltung sichergestellt ist. Jeder Politiker im Abgeordnetenhaus soll sich der Tatsache bewusst sein, dass die Leiden der Zirkustiere mit jedem Tag der Diskussion anhalten. „Im Sinne der Tiere müssen schnell Entscheidungen getroffen werden“, so Krüger. 


Suche

Jetzt Online spenden!
Jetzt Mitglied werden!
Jetzt Pate werden!

Helfen Sie den türkischen Straßenhunden!