23.06.2016

Neues Hundegesetz bedeutet klaren Rückschritt für den Tierschutz

Kurz vor der Sommerpause winkt der Senat das wohl umstrittenste Gesetz der endenden Wahlperiode doch noch durch. TVB-Präsident Wolfgang Apel: "Der Bello-Dialog wurde schnell zu einem Monolog. Das neue Hundegesetz bedeutet einen klaren Rückschritt für alle Berliner Hunde und deren Halter."

Neu im Gesetzes ist der Leinenzwang für alle Hunde im Stadtgebiet. Auch werden die Bezirke ermächtigt, überall Hundeverbote zu verhängen. Die Haltung des Tierschutzvereins dazu ist klar. Wer Hunde generell an die Leine legt, muss im Gegenzug für genügend Auslaufflächen sorgen.

Auch die Rasseliste bleibt quasi bestehen. Dazu Apel:"Nur weil das Kind jetzt einen anderen Namen hat und sogenannte Listenhunde künftig in einer Rechtsverordnung festgeschrieben werden, ändert dies nichts am Dilemma der Tiere. Sie und ihre Halter werden auch zukünftig stigmatisiert und ausgegrenzt. Entgegen aller Expertenempfehlungen hält der Senat auch daran fest. Das Tierheim Berlin wird weiterhin enorme Schwierigkeiten haben, diese Hunde vermitteln zu können." 

Nachdem der Gesetzentwurf bereits seit Monaten in der Schwebe war, wurde er heute zu Ungunsten der Tiere verabschiedet. Der Tierschutzverein für Berlin ist enttäuscht über das Gesetz. Das Zusammenleben zwischen Menschen mit und ohne Hund in einer Großstadt wird sich dadurch nicht entspannen.


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