05.12.2016

Mit Herz und Hand für türkische Straßenhunde

Ein warmes Plätzchen, Wasser, Futter, eine liebevolle Geste dann und wann. All das versucht das grenzübergreifende Tierschutzprojekt "Hunde von Turgutreis" zu bieten. Es wird von engagierten Mitgliedern des Tierschutzvereins für Berlin und Tierschützern vor Ort gefördert.

Unermüdlich ist Dr. Maria Rochholz im Einsatz für die Hunde in der rund 2.500 Kilometer entfernten türkischen Hafenstadt Turgutreis. Vor kurzem fand sie dort am Wegrand einen Pappkarton mit jungen Hunden. Die Welpen hatten Glück, denn so kamen sie ins kleine "Berliner Haus" des dortigen Tierheims. Dort allerdings quellen die Gehege ohnehin schon über von Hundewelpen.

Eine schier ausweglose Situation. Der unterstützende Tierarzt bemüht sich, so viele Hunde wie möglich zu kastrieren. Doch solange Besitzertiere unkastriert bleiben, ist keine Besserung in Sicht. Die Folge: Das illegale Töten von Hunden geht weiter.

Rund 250 Hunde leben in dem kleinen Tierheim Turgutreis. Die Helfer vor Ort tun alles, um das Elend einzudämmen und den Tieren eine sichere Unterkunft zu bieten. Doch dort, wo Straßenhunde als unnütze Last angesehen werden, ist es schwer, Personal zu finden. Dringend wäre ein weiterer Tierpfleger nötig – sowohl für die Betreuung der Hunde als auch für die Hilfe bei Operationen. Viele kranke Tiere müssen versorgt werden.

Das "Berliner Haus", ein kleinerer separater Bau des Tierheims, erinnert mit seinem Namen an diejenigen, die dieses Projekt ermöglicht haben: die Berliner Tierfreunde. Hier können die Hunde in Gruppen leben – und in große Ausläufe, wann immer sie wollen. Ein würdiges, ein lebenswertes Hundeleben. Ganz anders als das ihrer vielen Artgenossen, die anderswo auf engstem Raum eingesperrt oder gar getötet werden.

Neue Unterbringung für Pitbulls
16 Pitbulls, die laut Gesetz nicht vermittelt werden dürfen, leben im Tierheim Turgutreis. Ihre bisherigen Zwinger waren zu eng – und so nahmen die Tierschützer vom Projekt "Hunde von Turgutreis" neue Unterbringungen für diese Hunde in Angriff. Jetzt haben die Tiere Areale mit Auslauf und festen Hütten, automatischen Wasserbehältern und Sonnendach. Ein Segen für diese Hunde. Ein lebenswertes Leben.

Vor Ort leisten die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer Großes. Sie füttern, reinigen, assistieren bei medizinischen Eingriffen oder Transporten. Und auch der Bürgermeister von Bodrum, Mehmet Kocadon, ist von der Arbeit der Tierschützer beeindruckt. Trotz engen Terminkalenders nahm er sich die Zeit, um die Einrichtung zu besuchen. Bei den Berliner Tierschützern, die das Projekt "Hunde von Turgutreis" unterstützen, bedankte er sich besonders.

Generell sind auch außerhalb des Geländes vor Ort Veränderungen zu beobachten – zugunsten der Tiere. So richtet die Gemeinde Bodrum beispielsweise automatische Wasserbehälter für streunende Hunde und Katzen ein. Außerdem sollen Straßenhunde in einem Tierarztmobil kastriert werden, um weiteres Leid zu verhindern. Auch besuchen Schulklassen die Tierheime. Und immer mehr Menschen möchten Tierheimhunde zu Spaziergängen ausführen. Was für uns ganz selbstverständlich klingen mag, ist für den Tierschutz in der Türkei ein großer Fortschritt.


Die Hunde von Turgutreis brauchen weiter unsere Hilfe. Sie müssen verpflegt werden – und der heiße Sommer tut sein Übriges. Und letztlich wollen auch diese heimatlosen Straßenhunde immer wieder eins: Streicheleinheiten. Ein Luxus in dieser für Tiere harten Umgebung.

Bitte öffnen Sie Ihr Herz für die heimatlosen Hunde von Turgutreis! Denn Tierschutz darf keine Grenzen kennen! Unterstützen Sie dieses großartige Projekt und seine Schützlinge. Jeder Euro hilft! Hinweise zum Spenden finden Sie im Infokasten. Vielen Dank!

 

Hinweis:
Dem Projekt kommen ausschließlich Spendengelder mit dem Kennwort "Hunde von Turgutreis" zugute. Andere Spenden zugunsten des TVB werden nicht verwendet!

Bankverbindung:
IBAN DE07 1001 0010 0035 6001 05
BIC PBNKDEF
Kennwort: Hunde von Turgutreis


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