05.08.2017

Katastrophale Wasserschäden nach Starkregen der vergangenen Wochen

Die sintflutartigen Regenfälle in den letzten Tagen stellen die tierischen Bewohner und Mitarbeiter von Europas größtem Tierheim vor ungeahnte Herausforderungen.

 

„Unseren Tieren steht das Wasser im Sinne des Wortes bis zum Hals“ resümiert Ines Krüger, 1. Vorsitzende des Berliner Tierschutzvereins, der das Tierheim in Falkenberg betreibt. „Dem schnellen und umsichtigen Handeln unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es zu verdanken, dass keine Tiere zu Schaden gekommen sind.“

 

Besonders massiv haben die Wassermassen im Krankenbereich und in der Tierarztpraxis gewütet. Viele Boxen waren bereits geflutet, Kleintiere und Katzen mussten vorübergehend in Notunterkünften untergebracht werden. Eine Begehung des etwa 13.000 Quadratmeter großen Daches des Tierheimes mit einem Bauexperten Mitte dieser Woche brachte das erschütternde Ausmaß der Schäden zutage; große Teile der inzwischen 17 Jahre alten Dachkonstruktion haben den stunden- langen Starkregenfällen nicht mehr Stand gehalten. Das Wasser bahnte sich seinen Weg durch Lichtschächte und Mauerfugen, weichte einige Teile der Isolation regelrecht auf. Käme es durch die Wassermassen zu einem Kurzschluss in der Elektrik, wären die Folgen katastrophal. Besonders gefährdet ist auch die 2011 in Betrieb genommene Fotovoltaik – Anlage auf dem Dach, mit der der Tierschutzverein umweltfreundlichen Strom für sein 22 ha großes Gelände erzeugt und auch in das Berliner Energienetz einspeist.

 

Die Sanierung des gesamten Daches wird ersten Expertenschätzungen zufolge Millionen kosten. Das Tierheim Berlin erhält bislang keine finanzielle Unterstützung vom Land Berlin. Futter, tierärztliche Betreuung, die Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – alles bewältigt der Tierschutzverein allein aus Spenden, Nachlässen und Mitgliedsbeiträgen. Sind Bauvorhaben geplant, wird dafür lange gespart.

 

„Auf solch eine Naturkatastrophe sind wir nicht vorbereitet“, so Krüger. „Jetzt müssen wir S-O-S senden, sonst überstehen wir die nächsten Regenfälle nicht. Ich appelliere an den Berliner Senat, für sein „Vorzeige-Tierheim“ Verantwortung zu übernehmen und uns unbürokratisch und schnell mit Mitteln aus Nothilfe – Fonds zu unterstützen. Und ich bin sicher, auch die Berlinerinnen und Berliner lassen uns nicht im Stich. Jeder Bauunternehmer, der ein Herz für Tiere hat und uns kurzfristig helfen kann, ist herzlich willkommen. Jede Hilfe wird dringend gebraucht.“ 

 

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