06.07.2016

EM-Böller: So kommen Ihre Tiere gut durch den Freudentaumel

Fußballfans feiern Tore und Siege gerne mit Feuerwerk und Böllern – eine schwierige Situation für Tiere. Vor allem Hunde erschrecken oft und reagieren panisch. Erst vor wenigen Tagen ist in Berlin-Hellersdorf beim Viertelfinalspiel ein Hund wegen der Knallerei ausgebüxt.

Der Krach ist für Tiere besonders belastend, weil sie ein wesentlich feineres Gehör haben als Menschen.
Tierhalter sollten ihre Lieblinge möglichst gut gegen den Lärm abschotten und ihnen einen Rückzugsort bieten, an dem sie sich sicher fühlen. Meist genügt es schon, wenn eine vertraute Bezugsperson bei den Tieren bleibt und ihnen durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt.

Hunde sollten in bewohnten Gebieten nur noch angeleint ausgeführt werden, denn Kracher könnten sie in panischem Schrecken davonlaufen lassen. Am Abend des Spiels sollten Türen und Fenster geschlossen sein und Rollos gegebenenfalls heruntergelassen werden, um Lärm und Blitzlicht der Böller zu dämpfen. Katzen mit Freigang sollten möglichst im Haus bleiben.
Idealerweise wird für Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen und andere Kleintiere ein ruhiger Platz in einem Raum geschaffen, der nicht direkt zur Straßenseite liegt. Vogel- und Kleintierkäfige sollten weit vom Fenster entfernt stehen und zusätzlich durch ein großes Tuch abgedeckt werden.

Beruhigungsmittel sollten ausschließlich in Absprache mit dem Tierarzt und nur dann verabreicht werden, wenn bekannt ist, dass das Tier extrem ängstlich auf laute Geräusche reagiert. Hilfreich ist schon, als souveräner "Rudelführer" mit Ruhe und Entspannung Sicherheit zu vermitteln. Keinesfalls sollte man das Tier trösten, da es sich so in seiner Furcht nur bestätigt fühlt. Hilfreich kann sein, gewohnte Spielrituale bei Hund und Katze durchzuführen, die die Haustiere ablenken und die Stresssituation in eine entspannte Atmosphäre wandeln.


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