Nimmt das Tierheim Berlin alle in Berlin gefundenen oder gebrachten Tiere auf?
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Ja! Auch bei Überfüllung wird kein Tier abgewiesen. Voraussetzung für die Annahme von Hunden, Katzen und Kaninchen ist ein gültiger Impfschutz. Ausgesetzte Tiere werden grundsätzlich vom Tierheim aufgenommen.
Kategorie:
Tierheim
Ansprechpartner: Tierheimleitung
Zu welchen Zeiten werden die meisten Tiere ausgesetzt oder abgegeben?
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Früher lag die schlimmste Zeit für Hunde und Katzen vor den großen Sommerferien und für Kleintiere nach Weihnachten. Für Hunde und Katzen hat sich diese Zeit insoweit entzerrt, dass die Tierhalter das ganze Jahr über in den Urlaub fahren und vorher ihre Tiere aussetzen oder hier abgeben.
Es gibt inzwischen fünf Spitzenzeiten: vor Ostern, Pfingsten, den großen Sommerferien und interessanterweise auch nach den großen Sommerferien und vor Weihnachten.
Für Kleintiere gilt weiterhin, dass sie in der Zeit nach Weihnachten, vor den Winterferien und vor Ostern am häufigsten ins Tierheim gelangen.
Kategorie:
Tierheim
Ansprechpartner: Tierheimleitung
Werden die Tiere häufiger ausgesetzt als abgegeben?
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Diese Frage ist schwer zu beantworten, da natürlich nicht jedes Tier, das ausgesetzt wurde, auch gefunden und ins Tierheim gebracht wurde. Bei den Tieren, die letztendlich im Tierheim landen, ist die Rate etwa 50:50. In den letzten Jahren konnten wir zumindest bei Katzen eine Zunahme der Abgabe beobachten. Dies heißt jedoch nicht, dass weniger Tiere ausgesetzt wurden, sondern nur, dass mehr Tierhalter den Weg ins Tierheim Berlin gefunden haben.
Kategorie:
Tierheim
Ansprechpartner: Tierheimleitung
Stimmt es, dass Heimtiere häufiger verhaltensgestört sind?
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Nein. Wenn Tiere verhaltensgestört sind, liegt dies fast immer daran, dass sie vor ihrem Heimaufenthalt schlimme Erfahrungen und Leiden durchgemacht haben. Oft haben sie es im Tierheim zum ersten Mal in ihrem Leben gut. Sie haben es warm, bekommen gutes Futter, werden von den Tierpflegern und Tierärzten liebevoll behandelt und unter Einbeziehung von Fachleuten auch tierpsychologisch betreut. Das Wichtigste: Es wird alles getan, um ihren Heimaufenthalt so kurz wie möglich zu halten und sie rasch an ein neues, gutes Zuhause zu vermitteln.
Kategorie:
Tierheim
Ansprechpartner: Tiervermittlung
Kümmert sich der Tierschutzverein auch außerhalb des Tierheims um Tiere in Not, etwa frei lebende Katzen?
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Der Tierschutzverein hat seit vielen Jahren ein Programm zur Verminderung des Katzenelends entwickelt. Danach können die Betreuer (Fütterer) von freilebenden Katzen die Tiere kostenlos im Tierheim Berlin kastrieren und wenn erforderlich auch tierärztlich behandeln lassen. Sie müssen die Tiere allerdings selbst bringen und auch wieder abholen. Wem dieser Weg zu weit ist, der kann sich einen Gutschein über einen Teilbetrag zukommen lassen, den er bei einem Tierarzt seiner Wahl einlösen kann. Darüber hinaus entstehende Kosten muss er jedoch aus eigener Tasche bezahlen.
Sollten Sie also eine freilebende Katze betreuen, können Sie von dem Angebot des TVB Gebrauch machen und das Tier kostenlos kastrieren lassen. Wenn sich das Tier nicht anfassen lässt, können Sie sich eine Futterfalle ausleihen (Pfand € 80,-), die Tiere einen Tag nicht füttern, damit sie mit Futter angelockt werden können. Am Fangtag stellen Sie ein besonders gut riechendes Futter in die Falle. So kann man sicher sein, dass die Katze in die Falle geht. Wenn das Tier gefangen ist, sollte unbedingt sofort eine Decke über die Falle gelegt werden, damit sich das Tier beruhigt. Nach der Kastration im Tierheim können Sie Kater in der Regel sofort wieder mitnehmen, um diese am gewohnten Futterplatz zurück zu setzen. Weibliche Tiere bleiben einige Tage im Tierheim und können danach ebenfalls wieder an den gewohnten Futterplatz zurückgesetzt werden.
Wenn Sie Ärger mit Ihrem Vermieter haben, klären Sie ihn darüber auf, dass dies der einzig gangbare Weg ist, frei lebende Katzen zu hegen. Fang- und Tötungsaktionen sind erstens verboten und zweitens nutzlos, weil die verbliebenen Tiere sofort die entstandenen Lücken durch Jungtiere ausfüllen, außerdem ziehen andere Katzen in das leer gewordene Biotop nach. Frei lebende Katzen halten Haus und Hof meist auch ratten- und mäusefrei.
Wie viele Tiere landen im Tierheim und werden vermittelt?
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Im Jahr 2009 wurden im Tierheim Berlin insgesamt 11.093 Tiere aufgenommen – u.a. 1.883 Hunde, 4.052 Katzen, 2.652 Kleintiere, 1.151 Vögel, 307 Reptilien.
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Tierheim
Ansprechpartner: Tierheimleitung
Wie lange bleiben die Tiere durchschnittlich im Tierheim und was passiert mit ihnen, wenn sie auch nach Wochen nicht vermittelt werden - wäre es nicht besser, sie einzuschläfern, wenn sie keiner mehr will?
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Manche Tiere - vor allem junge Rassehunde- und Katzen - bleiben nur wenige Tage, andere Tiere warten Wochen oder sogar Monate im Tierheim. Es wird kein Tier eingeschläfert, weil es nicht vermittelt werden kann. Jedes Tier bekommt eine Chance auf Vermittlung, und für jeden Topf findet sich irgendwann der passende Deckel - auch wenn es zwei oder mehr Jahre dauern kann. Die Tiere werden bis dahin liebevoll betreut und gewöhnen sich an den Tagesablauf im Tierheim.
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Tierheim
Ansprechpartner: Tierheimleitung
Was kostet das Tierheim und wie wird alles finanziert?
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Ein Tag im Tierheim verschlingt rund 12.000 Euro, der Neubau in Falkenberg kostete insgesamt rund 35 Millionen Euro. In den letzten Jahren waren außerdem Erweiterungen des Tierheims notwendig. So bauten wir die Notaufnahme für so genannte Nutztiere und reagierten mit dem Bau eines Exotenhauses auf die stetig wachsende Zahl an exotischen Tieren, die im Tierheim abgegeben werden. Zuschüsse gibt es nur in geringem Maße für die Tiersammelstelle, die administrativ dem Bezirksamt Lichtenberg unterstellt und auf dem Tierheimgelände angesiedelt ist. Sie wurde vom Land Berlin angemietet. Der Neubau wurde hauptsächlich aus Spendengeldern finanziert.
Seit wann gibt es das Tierheim?
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Das berühmte Tierheim Lankwitz wurde am 22. Juni 1901 an der Dessauerstraße in Lankwitz (Bezirk Steglitz-Zehlendorf) eröffnet. Es ist damit das älteste und mittlerweile größte Tierheim Deutschlands und befindet sich seit dem 1. September 2001 als Tierheim Berlin an seinem neuen Standort im Bezirk Lichtenberg-Hohenschönhausen.
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Tierheim
Ansprechpartner: Tierschutz-Verein
Warum wurde ein neues Tierheim gebaut und was passierte mit dem Tierheim Lankwitz?
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Durch die Lage inmitten eines Wohngebietes und die immer dramatischer werdende Platznot in dem hundert Jahre alten Tierheim war ein Neubau einfach notwendig geworden. Weil Anbauten in Lankwitz nicht möglich waren, suchte der Tierschutzverein seit 1993 nach einem geeigneten Grundstück, das er mit der 16 Hektar großen Brache im Hohenschönhausener Ortsteil Falkenberg fand. Grundsteinlegung war im August 1999, im September 2001 zogen Belegschaft und Tiere ins neue Domizil.
Das alte Tierheim Lankwitz, an dem natürlich auch das Herz vieler Berliner hing, existiert nicht mehr. Um den Neubau zu finanzieren, musste das Grundstück verkauft werden. Dort befindet sich nun eine Reihenhaussiedlung, das „Kurfürstenviertel“.
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Tierheim
Ansprechpartner: Tierschutz-Verein
Ist das Tierheim Berlin das einzige Tierheim in ganz Berlin?
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Ja, es ist das einzige Tierheim in der 3,4-Millionen-Stadt Berlin. Bis 1990 gab es im ehemaligen Ostteil noch ein kleines Tierheim in der Schicklerstraße unter den Stadtbahnbögen an der Jannowitzbrücke.
Der Tierschutzverein für Berlin bekommt für sein Tierheim überhaupt keine Zuschüsse vom Senat oder vom Land Berlin. Es muss sich allein aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Nachlässen finanzieren.